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SOKO 5113 ist eine deutsche Kriminalserie. Sie ist die erste von mehreren Kriminalserien, die ein SOKO im Titel tragen. SOKO 5113 spielt in München und startete am 2. Januar 1978 im ZDF. Mit der Produktion wurde schon im Herbst 1976 begonnen, und bis zum 1. März 2010 sind von der Serie 432 Folgen (aus 35 Staffeln) ausgestrahlt worden.

Die Zahl 5113 im Serientitel bezieht sich auf die Telefondurchwahl des Chefs der SOKO.

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Wikipediaartikel:
„SOKO 5113“


Konzept Bearbeiten

Die Serie basiert auf Erinnerungen von Kriminaldirektor Dieter Schenk, die dieser 1975 niederlegte. Das Manuskript wurde auch als Roman mit dem Titel „Der Durchläufer“ (Frankfurt 1978) veröffentlicht. Schenk war Leiter der Kriminalpolizei Gießen und später beim Bundeskriminalamt tätig. In seiner Zeit beim hessischen Landeskriminalamt hatte Schenk die Durchwahlnummer 5113.

Schenk schrieb bis 1986 auch Episodendrehbücher und blieb der Serie danach als Berater erhalten. Schenk hob hervor, dass seine Ermittler keine unfehlbaren Alleingänger seien, sondern teamfähige, normale Menschen, und legte großen Wert auf eine realistische Darstellung der Polizeiarbeit und kriminaltaktische Richtigkeit, aber nicht darauf, dass es im wahren Leben gar keine dauerhaft amtierende Sonderkommission gibt, sondern Sonderkommissionen immer nur für besondere Fälle zusammengestellt werden.

Das Grundkonzept der Serie besteht seit 1978 darin, die kriminalpolizeiliche Arbeit möglichst realitätsnah zu zeigen, ohne mit den in anderen Krimiserien üblichen Übertreibungen und Überzeichnungen zu arbeiten. Die Zusammenarbeit im Team steht im Vordergrund, auch das Privatleben der Charaktere wird in die Handlung integriert. Ursprünglich war die SOKO 5113 ausschließlich für die Bearbeitung von Delikten aus dem Bereich der organisierten Rauschgiftkriminalität zuständig, dabei wurde schon früh die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Polizeibehörden (z. B. Italien und Niederlande) thematisiert. Mehrere Folgen spielten vollständig im Ausland. Inzwischen klärt die SOKO aber zum überwiegenden Teil Kapitalverbrechen auf, die keinen Bezug mehr zur Drogen- oder organisierten Kriminalität haben.

Darsteller Bearbeiten

Erster Leiter der SOKO bis zur einschließlich 12. Staffel war Kriminalhauptkommissar Karl Göttmann (Werner Kreindl). Nach Kreindls Tod 1992 (mit dem in der Serie der Tod seiner Rolle einherging) folgte ihm Kriminalhauptkommissar Horst Schickl (Wilfried Klaus), der als Kriminaloberkommissar ebenfalls seit der ersten Folge Teil der SOKO war. Nach dessen Abschied von der SOKO in einem 90-minütigen Fernsehfilm am 23. März 2008 wurde Kriminalhauptkommissar Arthur Bauer (Gerd Silberbauer) sein Nachfolger. Er war bereits 2006 in der Folge Tod nach Dienstschluss als Tatverdächtiger zu sehen.

Schauspieler Rolle Rang Folgen Jahr Jahr Ausstiegsgrund
Werner Kreindl Karl Göttmann † Kriminalhauptkommissar 1–123 1978 (Staffel 1) 1992 (Staffel 12) wird von Kriminalmeister Less mit Arsen vergiftet
Wilfried Klaus Horst Schickl Kriminaloberkommissar
später Kriminalhauptkommissar
1–389 1978 (Staffel 1) 2008 (Staffel 33) geht verdeckt mit neuer Identität in den Ruhestand
Bernd Herzsprung Fred Less Kriminalmeister
später Kriminalobermeister
1–113 + 389 1978 (Staffel 1) 1992 (Staffel 11) wird befördert und wechselt in eine andere Abteilung. In Folge 389 wird er als Maulwurf entlarvt
Diether Krebs Diether Herle Kriminalobermeister
später Kriminalhauptmeister
1–58 1978 (Staffel 1) 1986 (Staffel 7) setzt sich mit einem Drogengeldfund in die Schweiz ab
Hans Dieter Trayer Heinz Flock Kriminalhauptmeister 1–9 1978 (Staffel 1) 1978 (Staffel 2) beendet seinen Dienst
Ingrid Fröhlich Renate Burger Kriminalkommissarin 1–19 1978 (Staffel 1) 1978 (Staffel 2) unbekannt
Tilo Prückner Neubert Kriminalhauptmeister 10–19 1978 (Staffel 2) 1978 (Staffel 2) unbekannt
Hartmut Becker Rechlin Kriminaloberkommissar 9–19 1978 (Staffel 2) 1978 (Staffel 2) unbekannt
Giovanni Früh „Django“ Nussbaumer Kriminalhauptmeister 20–33 1978 (Staffel 3) 1981 (Staffel 4) verlässt die SOKO
Ingeborg Schöner Anna Herbst Kriminalkommissarin 20–42 1980 (Staffel 3) 1986 (Staffel 6) verlässt nach der Heirat mit Schickl die SOKO
Benita Rinne Katrin Rieger Kriminalmeisterin 42–47 1984 (Staffel 4) 1983 (Staffel 4) unbekannt
Peter Seum „Wolle“ Blaschke † Kriminalhauptmeister 34–41 1983 (Staffel 3) 1984 (Staffel 4) wird von einem jungen Zivilfahnder versehentlich erschossen
Verena Mayr Mascha Brandner Kriminalmeisterin 69–74 1988 (Staffel 9) 1988 (Staffel 9) unbekannt
Sabine Kaack Bärbel Mattner Kriminalmeister 48–68 1984 (Staffel 6) 1987 (Staffel 8) unbekannt
Heinz Baumann Jürgen Sudmann Kriminalhauptkommissar 61–129 + 389 1987 (Staffel 8) 1992 (Staffel 15) heiratet und geht in den Ruhestand. In Folge 389 hilft er seinen ehem. Kollegen, einen Maulwurf aufzudecken
Olivia Pascal Lizzi Berger † Kriminalkommissarin 75–155 + 389 1988 (Staffel 9) 1997 (Staffel 18) bekommt ein Kind und geht in den Mutterschutz. In Folge 389 taucht sie noch mal auf, sie wird erschossen, als sie eine Zeugin schützen will
Hartmut Schreier Manfred „Manne“ Brand † Kriminalkommissar 114–428 1992 (Staffel 14) 2010 (Staffel 35) wird von seinem Vorgesetzten Kriminalrat Lorenz erschossen
Michel Guillaume Theo Renner Kriminalmeister
später Kriminaloberkommissar
130– 1993 (Staffel 15) aktuell
Jutta Schmuttermaier Ricarda Larenzi Kriminalkommissarin 153–162 1997 (Staffel 18) 1997 (Staffel 19) unbekannt
Cay Helmich Maja Cramer † Kriminalmeisterin 163–234 1998 (Staffel 19) 2000 (Staffel 22) stirbt, nachdem sie angeschossen wurde, um Schickl zu retten
Christine Döring Susanne von Hagenberg Kriminaloberkommissarin 235–352 + 389 2000 (Staffel 23) 2006 (Staffel 31) wechselt zu Europol. In Folge 389 hilft sie ihren ehem. Kollegen, einen Maulwurf aufzudecken
Bianca Hein Katharina Hahn Kriminalkommissarin
später Kriminaloberkommissarin
353– 2006 (Staffel 32) aktuell
Gerd Silberbauer Arthur Bauer Kriminalhauptkommissar 390– 2008 (Staffel 34) aktuell
Joscha Kiefer Dominik Morgenstern Kriminalkommissar 433– 2010 (Staffel 36) aktuell
Christofer von Beau Franz Ainfachnur Kriminalkommissar
später Kriminaloberkommissar
275– (Staffel 25) aktuell Aushilfskommissar

Weitere Darsteller sind/waren:

Neubesetzung mit BildernBearbeiten

Die aktuelle Besetzung
Bild Schauspieler Rolle
Silberbauer.png Gerd Silberbauer KHK Arthur Bauer
Schreier.png Hartmut Schreier KK Manne Brand
Guillaume.png Michel Guillaume KM/KOK Theo Renner
Hein.png Bianca Hein KK/KOK Katharina Hahn

Zeitleiste der Charaktere Bearbeiten

Zeitleiste der Hauptcharaktere von 1978 bis heute
1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
Theo Renner
Katharina Hahn
Arthur Bauer
G. G. G. G. Franz Ainfachnur
Dominik Morgenstern
ehemalige Charaktere
Rechlin
Neubert
Renate Burger
Heinz Flock
Django Nussbaumer
Anna Herbst Gastauftritt
Wolle Blaschke †
Katrin Rieger
Diether Herle
Bärbel Mattner
Karl Göttmann †
Fred Less G.
Jürgen Sudmann G. G.
Lizzy Berger G.†
Maja Cramer
Susanne von Hagenberg G.
Horst Schickl
Manfred „Manne“ Brand †
8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0
1970er 1980er 1990er 2000er 2010er

Verschiedenes Bearbeiten

  • KOM Herle beendet seine Arbeit bei der SOKO mit einem millionenschweren Beutefund, den er unterschlägt.
  • KD Stanelle arbeitet für die Mafia und genießt seinen Ruhestand am Mittelmeer. Als Schickl ihn dort besucht, versucht Stanelle, ihn anzuwerben, aber Schickl bleibt standhaft.
  • KHM Blaschke wird bei einem verdeckten Einsatz von einem Zivilfahnder, der nicht weiß, dass es sich bei Blaschke um einen Polizeibeamten handelt, erschossen.
  • KK Maja Cramer wird erschossen, als sie versucht, Horst Schickl zu schützen.
  • KOK Susanne von Hagenberg wechselt zu Europol.
  • Gerichtsmediziner Dr. Fröhlich gibt sich in der Folge Die Abrechnung (Staffel 22, 2002) selbst ein Alibi, um seinen Mord an einem flüchtigen Sträfling, über den er ein Gutachten verfasste, zu vertuschen und wird verhaftet.
  • KHK Göttmann stirbt 1992 angeblich an einem Herzinfarkt (der Schauspieler Werner Kreindl war ebenfalls den Folgen eines Herzinfarktes erlegen). Im Film „SOKO 5113 - Die Akte Göttmann“ (Ausstrahlung: 23. März 2008) stellt sich fünfzehn Jahre später heraus, dass er in Wirklichkeit von KM Fred Less mit Arsen(III)-oxid (sog. Arsenik) vergiftet wurde.
  • KK a.D. Lizzy Berger wird im Film „Die Akte Göttmann“ (Ausstrahlung: 23. März 2008) bei dem Versuch, eine Zeugin zu retten, erschossen.
  • KM Fred Less, war als Durchläufer (DL) vorgesehen und wechselt in eine andere Abteilung. Im Film „Die Akte Göttmann“ stellt sich heraus, dass er als langjähriger Maulwurf der Balkan-Mafia tätig war und Göttmann vergiftet hat.
  • KHK Horst Schickl wird im Film „Die Akte Göttmann“ zum Schein erschossen. Tatsächlich geht er aber in den Ruhestand und lebt unter neuem Namen mit seiner Frau und dem beinahe im Altersheim versauerten Sudmann in Italien.
  • Der Schauspieler Wilfried Klaus wurde 2003 von der Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft zum Ehrenkommissar ernannt.
  • Wilfried Klaus war von Hans W. Geißendörfer für die Rolle des Vater Beimer in der WDR-Serie Lindenstraße vorgesehen. Entsprechende Gespräche mit Geißendörfer waren 1984 bereits weit fortgeschritten gewesen. Doch Klaus gab dem Drängen der SOKO-Kollegen nach, die damit drohten, im Falle seines Ausstiegs auch aufzuhören.
  • Der Schauspieler Klaus erreichte mit einer Dauer von 30 Jahren eine der längsten Zeiten, die weltweit ein Schauspieler bisher in ein und derselben Rolle gespielt hat. Michael Ande spielt die Rolle des Gerd Heymann in der Serie Der Alte bereits seit 1977.
  • Manne Brand wird in der letzten Folge der 35 Staffel von seinem Vorgesetzten Kriminalrat Jan Otto Lorenz erschossen, der für die Mafia gearbeitet hat, um seinem Sohn ein neues Herz zu besorgen. Der Schauspieler Hartmut Schreier war zum Ende der 35. Staffel nach 18 Jahren unfreiwillig als Hauptdarsteller ausgeschieden, da das ZDF und die Produktionsfirma Ufa seinen Vertrag nicht verlängerten.
  • Beim Einstieg des neuen Kriminalkommissars Dominik Morgenstern werden die beiden Kriminalkommissare Katarina Hahn und Theo Renner sowie der Aushilfskommissar Franz Ainfachnur zu Kriminaloberkommissaren befördert.
  • Der Vorspann der Serie spielt in München teilweise auf der Hackerbrücke.

Filme Bearbeiten

Es wurden mehrere 90minütige Spielfilme gedreht: Im Namen Gottes (1999), Blutopfer (2002), Ein Engel stirbt (2004), Kapstadt sehen und sterben (2005), Das Urteil (2006, Ausstrahlung am 4. Januar 2008), Die Akte Göttmann (23. März 2008), Vendetta (2. April 2010). Aus Anlass des Jubiläums der Erstausstrahlung wurde ein 130-minütiger Film aus den 6 ersten Serienfolgen, welche eine fortlaufende Handlung bildeten, zusammengeschnitten (2008). Die weiteren 13 Folgen aus dem Jahre 1978 wurden seit Anfang 1980 nicht mehr wiederholt.

Ableger Bearbeiten

Mit der Serie „Solo für Sudmann“ gab es im Jahr 1997 einen Ableger („Spin-off“) mit dem Schauspieler Heinz Baumann, der den Hauptkommissar Jürgen Sudmann spielte.

Weitere Spin-offs:

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Stuttgarter Zeitung: Soko aus der Landeshauptstadt - Stuttgart soll man sehen, nicht hören, 2. März 2009

Weblinks Bearbeiten

SOKO-Serien
SOKO 5113, SOKO Stuttgart, SOKO Wismar, SOKO Leipzig, Solo für Sudmann, SOKO Rhein-Main, SOKO Kitzbühel, SOKO Donau (Weiterleitung nach SOKO Wien), SOKO Köln

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